Schon gewußt?
So bringen Sie Ihre Cholesterinwerte ins richtige Lot!
Was es mit dem "bösen" und dem "guten" Cholesterin auf sich hat.
Runter mit den Blutfettwerten! Diesem Aufruf der Gesundheitsexperten sollte man zwar nach wie vor Folge leisten, jedoch nicht durch einseitige Ernährung oder pauschale "Verteufelung" des Cholesterins. Wer meint, dass er als Müsli- oder Joghurt-Freak ohne Aufnahme jeglichen Cholesterins sicher vor Beschwerden sei, ist nämlich auf dem falschen Dampfer.
Klar: Blutfettwerte mit zu hohem LDL-Anteil sind ein großer Risikofaktor für Arteriosklerose und ihre schlimmen Folgen. Doch einseitige Ernährung ist es in gewisser Weise auch. "Denn dadurch wird nicht nur das böse LDL-Cholesterin, sondern auch das gute HDL-Cholesterin gesenkt. Und dies wäre eine kritische Situation", erläutert dazu Professor Siegfried Heyden vom Duke University Medical Center Durham und Beauftragter der Weltgesundheitsorganisation.
Cholesterin ist keineswegs ein überflüssiger Schadstoff, den man dem Körper unbedingt ersparen müsste, sondern ein lebenswichtiger Baustein, den jede Körperzelle unbedingt braucht. Auch bei der Produktion von Hormonen kann der Körper auf Cholesterin nicht verzichten. Unsere Leber stellt nicht unerhebliche Mengen davon her - unter Umständen viel mehr, als wir mit Butter und Eiern zu uns nehmen können. Ist der Anteil an gutem HDL-Cholesterin hoch genug, besteht wenig Gefahr. Denn HDL gilt als eine Art "Putzmittel" für die Adern, das den Abtransport des überflüssigen LDL-Anteils aus den Zellen und Gefäßwänden besorgt.
In ausgewogener Ernährung (mit ausreichendem Fischverzehr) und regelmäßigem Ganzkörpertraining sieht Professor Heyden die beste Möglichkeit, den Cholesterinspiegel mit niedrigem LDL- und hohem HDL-Anteil ins rechte Lot zu bringen.